Portrait | Holler

Schwarze Holunder I Sambucus nigra (Sambucus nigra ‚Sampo‘), auch Fliederbeere genannt
Familie: Geißblattgewächs
Größe: kann bis zu 6m hoch werden (>200/40)

Warum gut?

Früchte: Senkung des Risikos einer Herz-Kreislauf-Erkrankung (Radikalfänger)
Blüten: schweißtreibend und anregend – besonders gegen Erkältungen, Rheuma, fiebersenkend (als Tee), hilft bei grippalen Infekten, trockenen Husten, Nebenhöhlenentzündungen

Was drinnen?

Inhaltsstoffe: Glykoside, Rutin, Vitamin C, ätherische Öle (bis zu 0,2%), Flavonoide (bis zu 3,5%), Gerbstoffe, Phytosterine, Flavonoide.
Beeren: Kalium, Eisen, Vitamin C, Anthocyanine (lila Farbstoff), Vitamin B, Folsäure, Niacin

Wie und wann ernten?

Blütezeit ist von Mai bis Juni, Ende August (Beeren – eigentlich Steinfrüchte)
Bitte beim Sammeln darauf achten, die Dolden am unteren Ende mit einer Gartenschere abzuschneiden. Die Pflanze dankt es mit reichlich Nachschub das kommende Jahr… ;o)
Selten werden Blätter und Wurzel verwendet.
ACHTUNG: keine grünen Teile verwenden (unreife Beeren/Samen), Stiele – Sie enthalten das Glykosid Sambunigrin, das Blausäure freisetzen und zu Erbrechen und Durchfall führen kann. Die reifen Früchte enthalten diesen Stoff nicht meh, er wird aber auch durch Erhitzen auf mehr als 80°C zerstört.

Wie nehmen?

Früchte nicht roh in großen Mengen verzehren – verursachen Durchfall und Übelkeit aufgrund der beinhaltenden Blausäure.

Als Tee sind getrocknete Hollerblüten bestens gegen Erkältungen geeignet.
2TL Blüten mit heißem Wasser übergießen, tief einatmen und 5-7 Min ziehen lassen. 2-3 Tassen pro Tag gleich zu Beginn einer Erkältung. Kann bedenkenlos auch über einen längeren Zeitraum eingenommen werden.

Was damit machen?

Hollerblütensirup

100g Zitronensäure, 3l Wasser, 1kg Zucker zum Kochen bringen. kurz abkühlen lassen (sollte noch schön heiß sein) und über die Hollerblüten in einem Kübel oder großen Topf gießen. mit einem Deckel zudecken und ca. 4-5 Tage rasten lassen wobei täglich umgerührt werden sollte. Blüten abseihen und den Sirup in gut gewaschene und mit hochprozentigem Alkohol kurz ausgeschwemmt Flaschen füllen.

Hollerblütenmilch

einfach Milch mit Vanillezucker oder Honig und Hollerblüten erwärmen. abseihen und genießen.

quite interesting

  • früher wurden die Früchte zum Färben von Lebensmittel, Kleidung und Leder verwendet.
  • Der Farbstoff Sambucyanin ist hauptsächlich in der Schale enthalten und soll als Radikalfänger auch das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs senken. (Quelle: Servus)
  • Bereits in pähistorischen Siedlungen fand man Holundersamen und auch in antiken Werken wird die Pflanze beschrieben. Hippokrates nützte sie als abführendes und harntreibendes Mittel. In der Materia Medica des Dioskorides finden sich Rezepte: Die Wurzeln, in Wein gekocht, sollen bei Wassersucht helfen, die Blätter als umschlag bei Geschwüren; und die Früchte dienten zum Färben der Haare. In mittelalterlichen Kräuterbüchern wird Holler als Universalmedizin gelobt und er war immer ein sehr beliebtes Volksheilmittel.
  • Die Germanen sahen den Hollerstrauch als Sitz der Göttin Holda, Hulda oder im Alpenraum Berchta, die als helfende Muttergöttin betrachtet wurde. Man glaubte, dass sie den Holunderbusch mit großer Heilkraft ausgestattet habe. Deshalb war es verboten, den Strauch zu fällen.
  • In manchen Alpentälern sagt man bis heute zum Holler „Flieder“. Ein sog. „Geistername“, denn man wollte den Namen der verehrten Pflanze nicht aussprechen. Bis heute weiß nicht jeder, dass Fliedertee nichts anderes ist als Hollertee.
  • Eine norwegische Studie konnte zeigen, dass es die Anthocyane sind, die stark anitviral vor allem gegen den Influenza-Erreger H1/N1 wirken. Der Vitamin-B-Gehalt hilft auch bei Nervenschmerzen.

Was bringt´s der Natur?

der Schnitt des Strauches sind sehr gut als Kompostaktivator. ist auch gut geeignet in der Nähe eines Komposthaufens.
der Holler bietet auch vielen Schmetterlingen, Bienen, Insekten und Vögel Futter und darüber hinaus auch Nistmöglichkeit für Vögel.

Pflegetipps

Holler schätzt stickstoffreichen Boden. Ist ein sommergrüner Strauch, wird aber auch als Baum bis 7m hoch. Die Blätter unpaarig gefiedert.

Bilderchen

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